Warum das Umsetzen guter Vorsätze oft so schwierig ist – und was Du für den Erfolg tun kannst!

Du besuchst ein Seminar, einen Vortrag, liest ein Buch oder einen Artikel, kurz: Du bekommst neue Impulse, um eine Situation, mit der Du unzufrieden bist, zu ändern.

Voller Schwung beginnst Du am nächsten Tag mit der Umsetzung Deiner Ideen… um ein paar Tage später festzustellen, dass irgendwie alles im Sande verlaufen ist.

EINE Ursache: Der Widerstand in Deiner Umgebung. 

Dabei geht es in der Regel gar nicht darum, sein Leben grundlegend zu ändern. Vielleicht willst Du nur ein paar kleine praktische Veränderungen im Familienalltag, z. B. soll Deine Familie Dir helfen, die Abendmahlzeit vorzubereiten. Ein schönes Bild: Wir machen etwas gemeinsam, lachen zusammen, die Kinder helfen – und Du hast weniger Arbeit.

Hausfrau mit Tochter beim Geschirr abwaschen

Aber vereinfacht ausgedrückt: Du möchtest weniger Arbeit haben – diese Arbeit soll jetzt jemand anderes tun. Das löst erst einmal Widerstand aus bei denen, für die es jetzt unbequemer wird.

Ein weiteres Problem dabei: Der Widerstand wird nicht offen gezeigt, sondern findet indirekt statt. Und da steckt zumeist keine böse Absicht Dir gegenüber dahinter, den Familienmitgliedern ist ihr Verhalten gar nicht richtig bewusst.

Ein Beispiel: Du möchtest also Unterstützung beim Abendessen vorbereiten. Eine halbe Stunde vorher bittest Du die Kinder, Dir zu helfen. Kind 1 muss aber noch eine Hausaufgabe fertig schreiben, Kind 2 muss vorher noch aufs Klo (und ward nicht mehr gesehen). Oder Kind 1 ist gerade erst mit den Hausaufgaben fertig geworden und fängt eine Diskussion mit Dir an, dass es unbedingt noch raus in den Garten will. Oder…. Die Diskussion ist ermüdend, und überhaupt geht es jetzt schneller, wenn Du alles alleine machst … na, dann fängst du eben erst morgen mit der neuen Regel an…

Da hast Du aber einen Abendtermin und bist zur Essenzeit gar nicht da (also alles mal schnell vorher bereitgestellt) und am Tag darauf hast Du es vergessen und am Tag darauf…

Es gibt immer gute Gründe. Und ein Abendtermin ist in Deinen Augen auch kein „Widerstand“, denn es war einfach sinnvoller und effektiver, alles bereitzustellen. Damit gibt es aber auch immer gute Gründe, etwas „nicht zu tun“.

Ich sehe ja immer die Gemeinsamkeiten zwischen der Familienmanagerin und den Führungkräften in Unternehmen. Dort gibt es den gleichen Effekt: Der Chef kommt mit neuen Ideen vom Seminar, und die Mitarbeiter wissen „das legt sich schon wieder“ und sitzen das Ganze aus. Deshalb sind sogenannte „Intervalltrainings“ – also Veranstaltungen mit mehreren Terminen im Abstand einiger Wochen – erfolgreicher als Einzelveranstaltungen. Noch effektiver wird es im Coaching, denn hier kann der Coach ganz gezielt auf die besondere Situation der einzelnen Person eingehen und Hindernisse aus dem Weg räumen. So holen sich  Führungskräfte ganz gezielt Unterstützung. Oft wird darüber nicht gesprochen, denn niemand verrät gerne seine Erfolgsgeheimnisse. Die Familienmanagerin steht in der Regel alleine da, zumindest was kompeteten Rat bedeutet. Deshalb biete ich mit meinem Hintergrund aus Unternehmen und Familie Unterstützung im persönlichen Gespräch oder per Onlineberatung an, damit Du nicht unnötig über Hindernisse stolperst, sondern den neu eingeschlagenen Weg gut meisterst.

Was Du selbst tun kannst, um Widerstände zu verringern:

Wenn Du Änderungen im Familienalltag einführen möchtest, egal ob größere oder kleine, praktische neue Regeln: Kündige Dein Vorhaben an und binde die Familie ein. Die anderen haben das Problem vielleicht noch gar nicht gesehen, sich noch gar nicht damit beschäftigt. Sie brauchen erst einmal den gleichen Wissensstand und dann auch die Zeit, um darüber nachzudenken.

  • Ruf den Familienrat ein. Erkläre, was und warum Du es ändern willst.
  • Wenn möglich: Stell‘ Deine Familie nicht vor vollendete Tatsachen, sondern schildere Dein Anliegen und lass‘ alle Vorschläge machen. Wer eingebunden ist, steht besser hinter Entscheidungen.
  • Wenn Du keine Diskussion willst, kündige Deine neuen Regeln trotzdem an und gib‘ den Anderen Zeit, sich darauf einzustellen. („Ab morgen / nächster Woche möchte ich …“)
  • In jeden Fall: Hol Dir ein „OK“ von jedem einzelnen Familienmitglied.
    Das gilt übrigens auch für kleine Kinder, die vielleicht die Tragweite ihrer Zusage noch gar nicht überblicken.
  • Ihr könnt – je nach Thema – auch besprechen, was passieren soll, wenn die neuen Regeln nicht eingehalten werden.
  • Vereinbart neues Verhalten ganz konkret. Fang‘ mit kleinen Schritten an.

Wie oben gesagt, sind Widerstände nur ein Grund, warum das Umsetzen guter Vorsätze nicht immer gelingt. Andere Gründe sind „der innere Schweinehund“, Unsicherheiten, dass man selbst noch lernen muss, tatsächlich ungünstige Rahmenbedingen etc. Zu diesen Themen werde ich noch schreiben.

Wie immer gilt.: Wenn Du weißt, wo Du hinwillst, kannst Du auch die Richtung bestimmen. Und wie man das macht, kann man lernen. Zum Beispiel hier.

 

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Über den Autor

Ulrike Kreuzig

Diplom-Psychologin, Unternehmensberaterin und Coach für alle Fragen rund um die eigenen Berufs- und Lebenswege, Partnerschaft und Kinder. Verheiratet, 3 Kinder.

Copyright © 2014. Ulrike Kreuzig

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